Test und Vergleich der Anbieter für Dedicated Server

Dedicated Server eignen sich nicht für unerfahrene Anwender, sondern richten sich an fortgeschrittene und in der Nutzung versierte Personen. Die Palette der Einsatzmöglichkeiten ist groß, aber auch die Gefährlichkeit der möglichen Tücken beim Beschreiten des Rechtsweges infolge eines potenziellen Hackerangriffes. Deshalb gilt zu beachten, dass die Wartung von Root-Servern allein in der Hand des Kunden liegt. Sämtliche Sicherheitslücken müssen von ihm selbst selbstständig geschlossen werden. Das verlangt einen hohen Grad an Fachwissen und bedeutet einen großen Aufwand an Wartung.

FAQ’s – häufige Fragen

Welchen Vorteil bietet ein dedicated Server?

Die Vorteile liegen klar auf der Hand und die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfach. Durch den vollen Root-Zugriff kann der Kunde beliebige Software installieren und die Server-Konfiguration beeinflussen. So hat er viele Einsatzmöglichkeiten: der Betrieb einer Website, Hosting von Multiplayer-Spielen und Betreiben von Chat- oder Voice-Chat und diversen Zusatzprogrammen. Die hochverfügbare Internetanbindung ermöglicht die Erreichbarkeit der Dienste rund um die Uhr und bieten, je nach Anbieter, zügige Reaktions- und Ladezeiten.

Was unterscheidet einen Root-Server von einem Managed Server?

Prinzipiell nur in einem Punkt: dem Provider-Service. Bei einem Managed Server ist es die Aufgabe des bereitstellenden Hosters, die Konfiguration vorzunehmen. Er ist auch in den meisten Fällen zur Instandhaltung und Aktualisierung der eingesetzten Software verpflichtet. Der Begriff „managed“ drückt es schon aus, dass der Kunde zwar alle Freiheiten eines dedizierten Servers erhält, sich aber um nichts kümmern muss.

Was ist ein Dedicated Server?

Die Bezeichnungen „Dedicated Server“, „dedizierter Server“ oder „Root-Server“ haben alle die gleiche Bedeutung. Gemeint ist ein Server, der meist als Server zum Betrieb von Websites genutzt wird, also ein Webserver. „Dediziert“ beschreibt die Zuordnung, der Server ist einer bestimmten Aufgabe zugeordnet. Wikipedia beschreibt dies wie folgt: „Ein dedizierter (englisch dedicated […], dt. wörtlich gewidmet, bestimmt oder zugeordnet) Server ist ein Server (eigenständiges Gerät oder in einer Baugruppe mit Merkmalen eines eigenständigen Gerätes), der für einen Netzwerkdienst oder mehrere dauerhaft betriebene Dienste vorgesehen ist, und nicht nebenbei für andere Aufgaben, etwa als Workstation, genutzt wird.[4] Im Marketing von Webhosting- oder Serverhousing-Anbietern werden damit Angebote bezeichnet, bei denen einem Kunden das exklusive Nutzungsrecht für ein einzelnes Gerät vermietet wird, etwa einen Webserver, das sich üblicherweise mit einer Vielzahl ähnlicher Geräte zusammen in einem Rechenzentrum des Anbieters befindet“.

Welches sind die charakteristischen Unterschiede der verschiedenen Dedicated Server Angebote der einzelnen Provider?

Die Palette der Angebote ist in der Tat umfangreich. Von billig bis teuer ist alles dabei und auch die angebotenen Leistungen unterscheiden sich erheblich. Die prägnantesten Unterschiede liegen in der Hardware. Man kann davon ausgehen, dass die Qualität der Hardware in direktem Zusammenhang mit der Höhe des Tarifes steht. Man unterscheidet zwischen Prozessor-Hersteller und Anzahl und Taktung der eingesetzten Prozessor-Kerne, aber auch Arbeitsspeicher (RAM) und die Festplattenkonstellationen (S-ATA oder SSD, RAID) spielen eine Rolle bei der Preisfindung.

Es steht also im Vordergrund, welchem Zweck der Server dienen soll. Rechenintensive Programme erfordern einen hochwertigen Prozessor. Eine hohe Festplattenkapazität ist fast immer durch die Anforderungen einer umfangreichen Datenbank oder die Bereitstellung vieler und/oder großer Dateien notwendig. Große Portale mit mehreren tausend Besuchern täglich benötigen hochverfügbare und vor allem schnelle Serverlösungen, mit einer SSD-Festplatte und großem Arbeitsspeicher.

Die Anbieterpreise basieren natürlich auch auf der jeweiligen Platzierung des Anbieters am Markt. Bei alteingesessenen, etablierten Unternehmen zahlt man auch für den Markennamen, was aber nicht unbedingt etwas mit besserer Qualität zu tun hat. Serviceleistungen spielen bei Root-Servern eine eher untergeordnete Rolle, da bei einem reinen dedizierten Server der Kunde in der Regel selbst alle Arbeiten durchführen muss. Wird dies allerdings vom Provider übernommen, handelt es sich um einen Managed Server Tarif.

Was sind die Nachteile eines dedicated Servers?

Bei einem dedicated Server hat der Kunde viele Freiheiten, aber auch große Verantwortung. So auch beim Root-Server. Das ist ein breites Feld für potenzielle Hacker-Angriffe. Versierte Angreifer verschaffen sich unerwünschten Zugang und nutzen den Server für ihre Zwecke z. B. in Form von Spams oder durch den Betrieb eines Botnets. Das bedeutet, der Anwender, in dem Fall der Kunde, muss dafür sorgen, dass solche Angriffe vermieden werden oder zumindest rechtzeitig erkannt und abgewehrt werden können. Andernfalls muss er für entstandene Schäden haften, auch wenn der Anbieter oft Kulanz beweist und den Kunden lediglich ermahnt oder die Auflösung des Vertrages verlangt.

Zuletzt ist der Kunde ebenfalls für sicherheitsrelevante Updates der Software umgehend nach Erscheinen zuständig, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.

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